Die Hexe Schrumpeldei und Schrumpelmei

Geschrieben von Karin - 1. August 2010

Wer Hui Buh kennt, kennt meist auch die Hexe Schrumpeldei, die allerlei Fehler und Tollpatschigkeiten ihrer Tochter Schrumpelmei ausbaden und wieder ins Reine bringen muss. Daben gibt es noch zwei Sachen, auf die die Hexe Schrumpeldei sehr stolz ist: den sprechenden Papagei mit dem Namen Herr Stumpfenstiel sowie ihren Hexenschuss, der sie oft zwickte und zwackte.

Klingt schon einmal ganz lustig und ist es auch. Ganz nach dem Motto des Autors Eberhard Alexander-Burgh möchte er in seinen Werken keine grausigen und schaurigen Figuren darstellen, die den Kindern Angst machen, sondern vielmehr das Gute und Sympathische der sonst gefürchteten Figuren wie Gespenster und Hexen zeigen. Zurückzuführen ist dies auf seine eigene Kindheit, da er sich immer gewünscht hat von solch sympathischen Helden statt grausiger blutiger Geschichten zu lesen.

Schrumpeldei wird’s schon wieder richten

Eine gruselige Hexe © pixelio.de

Die Hexe Schrumpeldei sitzt Tag für Tag in ihrem holzwurmdurchbohrten Schaukelstuhl und blickt in ihre Zauberspiegelhokuspokusglaskugel. Zusammen mit Schrumpelmei und Stumpfenstiel, der ein verzauberter Elefant ist, lebt die Hexe in einem windschiefen Hexenhaus in der Schwarzen Peter Gasse 13. Auf dem Haus steht von außen geschrieben: „Ausführliche Beratung in der Hexerei, Zauberei und Schummelei. Sprechstude nur Freitags an ungeraden Tagen“. Mehr Zeit hat die Hexe auch nicht, um sich um „Kundschaft“ zu kümmern, da ihre Tochter von früh bis spät alles durcheinander bringt und verbummelt. Schrumpeldei muss letzten Endes wieder alles zurechthexen und dabei passieren die unglaublichsten Sachen. Schrumpelmei verwandelt zum Beispiel aus Versehen das windschiefe Hexenhaus in ein vom Regen durchnässtes und mit Pech überströmtes Glashaus. In einer anderen Folge besitzt Schrumpeldei eine Wunderbrille, mit der man alle Schätze dieser Welt sehen kann. Wäre natürlich schön, wenn man sie nicht gleich wieder verbummeln würde und Mama Schrumpeldei zu Rate ziehen müsste.

Pädagogischer Wert des Dreiergespanns

So geht es tagein tagaus, der krächzende Papagei Herr Stumpfenstiel trägt zu den lustigen Geschichten sein Übriges bei. Das Dreigespann bringt die Zuhörer – egal ob alt oder jung – zum Lachen und vermittelt den Kindern den erzieherischen Gedanken, dass alle Fehler auszubessern sind und man keine Angst vor nichts haben muss. Die beiden Hexen mit ihren bunten Morgenröcken, viel zu großen Pantoffeln und zwei unterschiedlich großen Ohren kann man sich durch die Hörspiel-Schilderung wahrlich vorstellen.

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