Hui Buh – das Schlossgespenst
„Manche Leute sagen, es gibt Gespenster. Manche Leute sagen, es gibt keine Gespenster. Ich aber sage, Hui Buh ist ein Gespenst.“ Wer kennt ihn nicht? Den Einleitungssatz zu allen Folgen des Hörspiels Hui Buh.. Wie haben wir sie leidenschaftlich, konzentriert und amüsiert gehört und tun dies vielleicht immer noch.
Denn Hui Buh ist weder ein mit Bettlaken verkleideter Bandit noch eine rachedurstige Leiche, sondern vielmehr ein tollpatschiger Schlossgeist, der allnächtlich zwischen Mitternacht und 1 Uhr im Schloss Burgeck rasselnd sein Unwesen treibt, aber nie wirklich böse und grausam ist. Das war nicht nur ursprünglicher Antrieb für den Auto Eberhard-Alexander-Burgh diese Hörspielreihe zu schreiben, sondern ist auch der Grund, warum der kleine Geist über Generationen hinweg national wie international ein Kinderheld ist. Hui Buh vermag die Welt nicht wirklich zu erschrecken, obwohl er sich selbst für unglaublich gruselig hält. Und das macht ihn so sympathisch, liebenswert und aus Sicht der Eltern pädagogisch wertvoll.
Aus Balduin werde Hui Buh
Ursprünglich war Hui Buh ein Ritter mit dem Namen Balduin, der, wie alle Ehrenmänner es lieben, abends gerne mit seinen Freunden Adolar und Ottokar Karten gespielt hat. Balduin aber pflegte es, auf ganz und gar nicht ritterliche Art und Weise zu schummeln und seinen Freunden mit besonderer Freude den Schwarzen Peter unterzumischen. Er triumphierte einen Sieg nach dem anderen und konnte beträchtliche Gewinne einheimsen. Bis ihm Ottokar eines Tages auf die Schliche kam und ihn kurzerhand zum Schlossgespenst Hui Buh verwunschen hat. An Stelle von Balduin saß nun ein blasses, kettenrasselndes Gespenst! Hui Buh haust seitdem im Fledermausturm von Schloss Burgweck und schläft tagsüber in seiner vermoderten Holztruhe. Ab Mitternacht wird er aktiv und treibt im und um das Schloss herum sein Unwesen. Hui Buh ist ein Meister der Verkleidung und setzt dies mehr oder weniger passend zu seinen ausgetüftelten Spukereien ein. Erfolgreich ist er damit allerdings eher selten, sondern macht sich die eigentlichen „Opfer“ eher zu Freunden, und gerät nicht selten von einem Schlamassel ins nächste.
Der Erfolg des kleinen Schlossgespenstes
Gerade wegen seiner Tollpatschigkeit und Großspurigkeit zählt Hui Buh als wahres Kultgespenst und Kinderheld. Die ersten Rundfunksendungen über das quietschfidele Gespenst liefen in den 50er und 60er Jahren und wurden auch international, vor allem in England und Australien, gleichermaßen bekannt wie beliebt. Durch die markante Stimme von Hans Clarin, der ebenso authentisch wie mitreißend den kleinen Kobold Pumuckl vertonte, wirkt Hui Buh phonisch ebenso echt und verhilft zu einer besseren Vorstellung.
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